Das erste Jahr Selbstständigkeit – mein Jahresrückblick

von | Dez 10, 2022 | Allgemeines | 0 Kommentare

Dies wird wahrscheinlich der persönlichste Blog-Beitrag, den ich dieses Jahr geschrieben habe. Normalerweise orientiere ich mich ja an einem Oberthema und erstelle dazu einen Blogbeitrag, in dem ich dir Mehrwert biete oder einen Aspekt meiner Arbeit hervorhebe. Dieses Mal schreibe ich einfach drauf los und berichte schonungslos ehrlich über die Höhen und Tiefen aus meinem ersten Jahr der Selbstständigkeit.

Ich habe euch vor einigen Wochen bei Instagram gefragt, welche Fragen ich in meinem Jahresrückblick beantworten soll. Und das ist dabei rausgekommen:

Wieso hast du dich selbstständig gemacht?

Bei Vielen hört man bei dieser Frage eine Geschichte von einer “großen Vision” und “Selbstverwirklichung”  – bei mir war es aber anders 

Wir sind vor ziemlich genau einem Jahr von Leipzig nach Brandenburg in ein kleines Dorf gezogen. Und da saß ich dann, alleine mit Baby und Kleinkind, im dunklen Winter und ohne soziale Kontakte in einer fremden Umgebung. Mein Mann ist erst im Sommer mit eingezogen und so hatte ich viel Zeit, um Trübsal zu blasen – aber auch, um mir über meine eigenen Wünsche und Bedürfnisse klar zu werden.

Es war eine Zeit voller Neuanfänge und auch beruflich stand für mich nach der Elternzeit eine Neuorientierung an. 

Und ja, ich wollte tatsächlich schon immer selbständig arbeiten – ich wusste nur nie in welcher Form. Und das war dann der Punkt, an dem ich mir einen Coach gesucht habe und mich in die Selbstständigkeit gestürzt habe. 

Was lief nicht so gut?

Mein erster Launch war ehrlich gesagt der totale Flop. Wenige Wochen nachdem ich den Schritt in die Sichtbarkeit gegangen bin, habe ich bereits eine 3-Tages-Challenge geplant. Ich wollte unbedingt, dass es richtig “losgeht”. 

Tja, das Ende vom Lied ist, dass ich kaum Anmeldungen hatte, meine Inhalte viel zu kompliziert und “an meiner Zielgruppe vorbei” waren und ich den dritten Tag komplett alleine in meiner Live-Übertragung saß… 

Natürlich habe ich aus dieser Erfahrung gelernt und ich weiß auch, dass es vielen Selbstständigen am Anfang ähnlich geht – aber in dem Moment war ich einfach nur frustriert und enttäuscht. 

Was war dein größter Erfolg?

Ich hatte in diesem Jahr viele Erfolge! Ich habe mich zuerst wie eine Schneekönigin gefreut, als meine Webseite online gegangen ist und ich später “aus dem Nichts” plötzlich meinen ersten Kunden hatte. Das Gefühl von “ich habe jetzt ein richtiges eigenes Business” kam, als ich den ersten Monat vierstellige Umsätze gemacht habe. 

Was war die größte Herausforderung?

Ich könnte dir jetzt erzählen, dass alles ganz easy und total strukturiert abläuft – ich bin ja schließlich die Workflowspezialistin. Fakt ist, meine größte Herausforderung war und ist das Zeitmanagement. Zwischen Hauptjob und Kinderbetreuung bleibt einfach nicht viel Zeit übrig. Dazu kommt, dass meine kleine Tochter in ihrem ersten Kindergartenjahr einfach mehr krank als gesund ist und dann Kundentermine einfach nicht möglich sind. Ich musste lernen, dass ich mir nicht zu viele To-Do’s vornehme und genügend Zeitpuffer einplane. Ich kann dadurch auch einfach nicht so viele Kunden betreuen, wie ich gerne würde. Da muss ich mir mit meinem Mann noch einen Plan überlegen, wie wir das gemeinsam lösen können. 

Was hast du dir für nächstes Jahr vorgenommen?

Ich freue mich sehr, dass ab Januar mein neues Angebot auf den Markt kommt. Ich habe lange darauf hingearbeitet und die letzte Zeit viel im Hintergrund dafür vorbereitet. Nachdem ich meine Prozesse geplant und organisiert habe, ist es für mich der nächste logische Schritt, dass ich die Abläufe automatisiere. Dafür habe ich Zapier kennen und lieben gelernt. Zapier ist zwar auch keine Zauberpille, mit der ich nicht mehr arbeiten muss. Aber die vielen kleinen manuellen Handgriffe kann mir Zapier abnehmen. Insbesondere wenn es darum geht, Daten von A nach B zu schicken, ist Zapier unschlagbar. Einmal eingerichtet, spare ich damit täglich Zeit – und ihr wisst ja, Zeit habe ich immer zu wenig. Und weil mir Zapier so viel Spaß bringt (und mehr Zeit), habe ich mich bei der Automatisierungs-Queen Sandra Hoffmann weitergebildet. Ab Januar automatisiere ich dann auch deine Prozesse in Zapier. 

Was macht dir am meisten Spaß?

Ich habe tatsächlich sehr viel Freude an der Arbeit im Hintergrund. Salespages erstellen, Buchungsseiten anlegen, E-Mail-Sequenzen und Kampagnen einplanen – und alles mit Zapier miteinander verbinden. Da geht mir das Herz auf 

Was macht dir nicht so viel Freude?

Ich war bei der “Arbeit” wahrscheinlich noch nie so motiviert, wie bei meiner Selbstständigkeit. Ja, es hört sich abgedroschen an – aber es fühlt sich nicht wie Arbeit an. Trotzdem gibt es Themen, die mir nicht ganz so viel Freude bereiten. Ich bin echt unkreativ und daher fällt es mir schwer, Texte zu schreiben und ansprechende Grafiken zu gestalten. Auch Social Media ist jetzt nicht meine große Leidenschaft geworden. Dieses “schneller, höher, weiter” baut bei mir enormen Druck. Ich habe immer das Gefühl, nicht “gut genug” zu sein – und das gefällt mir nicht. Daher werde ich im kommenden Jahr auch vermehrt Energie in meinen Newsletter stecken. 

Puh, das war jetzt beim Schreiben auch nochmal eine emotionale Reise durch das erste Jahr meiner Selbstständigkeit. Natürlich ist nicht immer alles reibungslos gelaufen und ich werde garantiert noch viele Fehler machen, aber auch der Businessaufbau ist ein Prozess 😃

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